Warum beschmiert ihr, was uns alle verbindet?
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Freunde unseres Vereins,
wir stehen heute wiederholt fassungslos und mit schwerem Herzen vor unserem Denkmal.
Erinnert ihr euch noch an den Moment, als wir das Teilstück unseres alten Funkturms vor dem Schrottplatz gerettet haben? Es war ein Stück Identität, ein Wahrzeichen unserer Heimat, das wir mit viel Schweiß, Herzblut und ehrenamtlichen Stunden an seinem neuen Platz wieder aufgebaut haben. Wir wollten einen Ort der Erinnerung schaffen – für uns und für kommende Generationen.
Doch heute blicken wir auf Symbole der Respektlosigkeit.
Schon wieder wurde unser Platz Ziel von Vandalismus. Diesmal wurden die Findlinge, die unser Grundstück schützen sollen, mit der Zahlenkombination „161“ beschmiert. Es geht nicht nur um Farbe auf Stein.
Egal, welche Botschaft man damit vermitteln möchte: Schmierereien an einem gemeinschaftlichen Denkmal sind kein Aktivismus. Sie sind ein Schlag ins Gesicht all derer, die ihre Freizeit opfern, um unsere Stadt schöner zu machen.
Es trifft die Senioren, die sich beim Anblick des Turms an früher erinnern.
Es trifft die Vereinsmitglieder, die jede freie Minute in die Pflege investieren.
Und es trifft die Sponsoren und Spender, die diesen Ort finanziert haben.
Was bringt Menschen dazu, das Eigentum der Allgemeinheit so herabzuwürdigen? Wir lassen uns nicht entmutigen, aber wir sind traurig. Wir werden den Schaden beheben, doch die Frage bleibt: In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? In einer, die zerstört – oder in einer, die bewahrt und respektiert?
Ein Appell an die Verursacher: Sucht den Dialog, statt zur Sprühdose zu greifen. Wenn ihr etwas bewegen wollt, engagiert euch konstruktiv, statt das Erbe eurer Mitmenschen zu beschmutzen.
Wir bitten euch alle: Haltet die Augen offen. Unser Denkmal gehört uns allen – passen wir gemeinsam darauf auf.
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